Experimenteller Vorstoß in neue Dimensionen der Wahrnehmung

HOLOGRAFISCHE, DIGITALE DARSTELLUNG VON KUNSTOBJEKTEN
ERMÖGLICHT RÄUMLICHES ERLEBEN OHNE 3D-BRILLE


Die rasante Entwicklung und zunehmende Integration von elektronischen Technologien in unseren
gesellschaftlichen und perzeptiven Alltag stellen uns laufend vor die Aufgabe traditionelle Formen der
Kunst und hochtechnologischen Ausdruck von zeitgeistiger Kreativität im Kontext unserer kollektiven
Erfahrung zusammenzuführen.

Eva Maria Neuper und Claudius Duschek ermöglichen durch Ihren innovativ-technologisch-experimentellen Ansatz die Begegnung des Publikums mit dem Paradigmenwechsel in der Aufbereitung
digitaler Inhalte. Dabei bedienen sie sich thematisch der herkömmlichen Form der Malerei, die in
symbiotische Beziehung zur futuristisch-transmedialen Interaktion gebracht wird.

Die Künstler ermöglichen auf Basis eines speziellen Monitors mit 114 cm Bilddiagonale
erstmals mehreren Personen gleichzeitig echte, räumlich erfahrbare Dreidimensionalität von bewegten
digitalen Kunstobjekten.

Neuper und Duschek lassen durch dieses zukunftsweisende Medium ihre digital geschaffenen
Objekte ohne jegliche Hilfsmittel (wie z.B einer 3D-Brille) scheinbar im Raum schweben, wodurch
alte Sehgewohnheiten und Erwartungshaltungen durchbrochen werden.

Thematische Ausgangsbasis für die 1:16 minütige 3D-Sequenz sind die aktuellen Acrylbilder Eva Maria
Neupers. Durch die Verwendung von über 7000 verschiedenen Schriftzeichen aus unterschiedlichen
Zeit- und Kulturräumen soll unter anderem die zunehmende Vernetzung und Überlagerungen
verschiedener Wahrnehmungsformen im kosmopolitisch-kulturellen Umfeld thematisiert werden.